Wasserwoche 2020: Wie sich Wasser und Klimawandel bedingen

Wasser und der Klimawandel sind zwei eng miteinander verknüpfte Themen. Deswegen steht ihr Zusammenhang auch im Fokus des diesjährigen Weltwassertages am 22. März. Was es mit damit genau auf sich hat, haben sich die Wasserexperten einmal genauer angeschaut.

Der Weltwassertag am 22. März steht in jedem Jahr unter einem anderen Leitthema – so lautete der Titel im letzten Jahr beispielsweise „Niemanden zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. In diesem Jahr findet der Weltwassertag unter dem Motto „Wasser und Klimawandel” statt. Damit wollen die Vereinten Nationen – die diesen Tag 1993 ins Leben riefen ­– zeigen, wie eng die Themen Wasser, Natur und Klimawandel eigentlich miteinander verbunden sind.

Denn der Klimawandel macht sich auf vielfältige Weise bemerkbar: Sei es durch knapper werdende Süßwasserressourcen, schmel­zen­de Glet­scher, einen an­stei­gen­den Mee­res­spie­gel oder zu­neh­men­de Wet­terex­tre­me wie Dür­re­pe­ri­oden, Überflutungen, Stark­re­gen und Wir­bel­stür­me. Der Ursprung all dessen ist fast im­mer zu viel oder zu we­nig Was­ser. So zeigten bereits die letzten zwei trockenen Sommer, dass auch ein wasserreiches Land wie Deutschland vor Veränderungen steht und sich an diese neuen klimatischen Bedingungen anpassen muss.

Die diesjährige Kampagne des World Water Day verfolgt daher drei zentrale Botschaften:

„Wir können es uns nicht leisten zu warten.“

Klimapolitische Entscheidungsträger müssen Wasser in den Mittelpunkt ihrer Pläne stellen. Denn durch extreme Wettereignisse wird Wasser knapper, unvorhersehbarer und/oder zunehmend verschmutzt. Gleichzeitig ist Wasser existenziell für alles Leben auf der Welt. Daher gilt es, Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels grenzüberschreitend zu integrieren und zu koordinieren. Dabei ist eines elementar: Sicheres und nachhaltiges Wassermanagement.

„Wasser kann zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.“

Insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit gilt es mit einem effizienteren Umgang den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren und damit den Druck auf die vorhandenen Wasserressourcen zu mildern. Das geht unter anderem durch eine erhöhte Wiederverwendung von Wasser: So kann der zukünftige Wasserverbrauch beispielsweise mit einer verstärkten Regenwasserspeicherung und -nutzung sowie mit geänderten Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft reduziert und nachhaltig funktionsfähig gehalten werden.

Denn Wasser kann dabei helfen, dem sich immer weiter verändernden Klima zu stellen: Eine effizientere Nutzung reduziert beispielsweise Treibhausgase. Und auch der Schutz von Ozeanen und Feuchtgebieten wie Mooren zahlt sich aus, denn sie nehmen einen erheblichen Anteil Kohlendioxid aus der Luft auf.

„Jeder hat eine Rolle zu spielen.“

In unserem täglichen Leben gibt es überraschend einfache Schritte, die ein jeder unternehmen kann, um den Klimawandel anzugehen. So protokollieren unter anderem tausende Menschen ihre Klimaschutzmaßnahmen auf der ActNow Website der Vereinten Nationen.

Beispiele von Maßnahmen, wie jeder mithelfen kann, sind unter anderem:

  • Maximal fünf Minuten duschen.
  • Mahlzeiten auf pflanzlicher Basis zu sich nehmen.
  • Technische Geräte komplett ausschalten und keinen Ruhemodus verwenden. Denn derzeit sind etwa 90 Prozent der Stromerzeugung wasserintensiv.
  • Bewusster Umgang mit Lebensmitteln: Keine noch essbaren Lebensmittel wegwerfen.
  • Nachhaltig einkaufen. So verbraucht eine typische Jeans beispielsweise 10.000 Liter Wasser, um produziert zu werden. Das ist so viel, wie ein Mensch in zehn Jahren trinkt. Sich Kleider von verantwortungsbewussten Quellen zu kaufen, kann daher großen Einfluss auf den Verbrauch von Wasser und anderen wichtigen Ressourcen nehmen.

Dennoch: Das Wasser wird zunehmend verschmutzt

Immer mehr Schadstoffe wie Pestizide, Nitrat oder Arzneimittelrückstände sowie zunehmend auch Mikroplastik, belasten unsere Rohwasserressourcen. Zwar sind die gemessenen Konzentrationen nach aktuellem Wissensstand nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft und im Trinkwasser bisher die Ausnahme, dennoch wird es für die Wasserwerke immer schwieriger und kostspieliger, das Wasser sauber zu halten.

Es ist also wichtiger denn je, sich die Relevanz von sauberem und sicherem Wasser vor Augen zu führen und sich dafür stark zu machen (Link zu Wasserwoche Tag 2). Die Wasserexperten von BLUE SAFETY haben sich beispielsweise dem Thema Wasserhygiene in Zahnarztpraxen und Kliniken verschrieben. Sie verfolgen die Mission, die Relevanz von hygienisch einwandfreiem Wasser zu verbreiten. Mit Erfolg: So sichern sie seit inzwischen zehn Jahren die Wasserqualität in diesen Einrichtungen.

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Quellen:

Bild (2019): Der Planet hat Herzbeschwerden und Bluthochdruck.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2020): Wasser und Klimawandel.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2020): Weltwassertag am 22. März 2020.

Spektrum.de (2019): Sauberes Wasser macht immer mehr Aufwand.

World Water Day (2020): Toolkit.

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