Wasserwoche 2020: Die Gefahren des Biofilms

Aquatischer Biofilm bedroht den reibungslosen Betrieb von Zahnarztpraxen und Kliniken – aus gesundheitlicher, finanzieller, rechtlicher und technischer Perspektive. Doch was steckt hinter der mikrobiologischen Verkeimung und warum ist er gerade in Zeiten von Corona eine Gefahr? Im Rahmen der Wasserwoche widmen sich die Wasserexperten diesen Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive.

Wasserhygiene ist in der Zahnmedizin integraler Bestandteil einer intakten Hygienekette. Diverse Normen und Richtlinien geben Standards vor, denn gerade in zahnärztlichen Einrichtungen die Infektionsgefahr äußerst hoch – für den Zahnmediziner und sein Team sowie für den Patienten. Auch wenn die Aufmerksamkeit für Wasserhygiene in der Dentalbranche in den letzten Jahren bereits gestiegen ist, bleibt das Thema in vielen Zahnarztpraxen bis heute unterschätzt. Zudem untersuchen viele Praxen ihr Wasser nicht regelmäßig, sodass sie keine Gewissheit über dessen mikrobiologischen Zustand haben.

Keime in den Wasser führenden Systemen

Verschiedene Faktoren führen zu einer schnellen bakteriellen Besiedelung der Wasser führenden Systeme: So gelangen beispielsweise Organismen über verunreinigte Arbeitsinstrumente in die Wasser führenden Systeme. Und auch der Kunststoff der Schläuche, die geringe Strömungsgeschwindigkeit und Durchflussrate sowie die Temperaturverhältnisse und Stagnationszeiten des Wassers begünstigt das Wachstum des sogenannten Biofilms. Dieser kontaminiert dann das hindurchfließende Wasser. In Zeiten von Corona und geringerem Patientenzulauf sprießen Biofilme aktuell besonders stark.

Vorsicht Infektionsgefahr!

Der Biofilm kann zu einer Gefahr für die Gesundheit aller Beteiligten werden. Während das Risiko einer Wundinfektion durch invasive Behandlungen im zahnmedizinischen Bereich für den Patienten droht, gelangen die Keime außerdem trotz Mundschutz über die Aerosole in die Atemwege von Team und Behandler. Hier können sie Infektionen auslösen.

Besonders relevante, häufig in den Wasser führenden Systemen vorkommende Bakterienarten sind unter anderem Pseudomonas aeruginosa und Legionellen. Sie stellen die größten Risiken für die Gesundheit von Patient und Behandlungsteam dar. Das zeigen auch aktuelle Zahlen: So teilte Anfang März beispielsweise das Bundesamt für Gesundheit mit, dass in der Schweiz 582 Fälle von Legionellen-Erkrankungen registriert wurden – demnach doppelt so viele wie noch vor sieben Jahren!

Was können Sie tun?

Es gilt also, den Biofilm aus den Wasser führenden Systemen zu entfernen. Einschlägige Desinfektionsmittel basierend auf Wasserstoffperoxid (H2O2) kommen immer wieder zum Einsatz. Jedoch wiesen bereits erste Studien in den 1960er Jahren nach, dass H2O2 für eine dauerhafte Entkeimung nicht wirksam genug ist.

Es braucht also eine andere Lösung: Und die Wasserexperten von BLUE SAFETY haben eine. So stellen die Münsteraner seit über zehn Jahren die Wasserhygiene in über 1.000 zahnärztlichen Praxen und Kliniken sicher – und zwar mithilfe ihres SAFEWATER Hygiene-Technologie-Konzepts. Besonderer Service: Neben regelmäßigen Wartungen sichern auch jährliche akkreditierte Wasserproben die Wirksamkeit und belegen Ihnen schwarz auf weiß, dass Ihr Wasser hygienisch einwandfrei ist.

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Jetzt Termin vereinbaren – entweder mithilfe des BLUE SAFETY Online-Formulars, telefonisch unter 00800 88 55 22 88 oder melden Sie sich einfach und unkompliziert per WhatsApp unter +49 171 991 00 18. Übrigens: Aufgrund der aktuellen Lage bieten wir ab sofort auch die Möglichkeit der Video-Beratung an.

Hinweis: Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

 

Quellen:

Frauenhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB (2019): Was sind Biofilme?

Südostschweiz (2020): Auch in der Dusche lauert die Gefahr.

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