Coronavirus: Was bedeutet das für die Zahnarztpraxis?

Wir befinden uns alle in turbulenten Zeiten. Wie es in Zukunft mit dem Coronavirus weitergeht, ist nicht bekannt. Maßnahmen sollen eine Ausbreitung in erster Linie verlangsamen. Soziale Kontakte sollen so weit wie möglich reduziert werden. Die medizinische Versorgung bleibt jedoch bestehen. Das betrifft auch die Zahnmedizin. Was bedeutet das für Sie und Ihre Praxis?

Das Coronavirus breitet sich weltweit zunehmend aus – es herrscht Ausnahmezustand! Täglich, ja fast stündlich folgen neue Informationen und Anweisungen, die es zu beachten gilt, um eine weitere Verbreitung einzudämmen. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat aus diesem Grund die zahnärztlichen Selbstverwaltungskörperschaften auf Bundes- und Landesebene sowie weitere Institutionen und Verbände im Gesundheitswesen gebeten, gesicherte Informationen und Informationsquellen an ihre Mitglieder gezielt weiterzugeben.

Zahnärztliche Institutionen halten auf dem Laufenden

Daher haben die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) sowie die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Informationsseiten geschaltet, die laufend mit aktualisierten Neuigkeiten versorgt werden. Durch diese engmaschige Kommunikation sollen bestehende Unsicherheiten in der medizinischen Versorgung sowie in der Bevölkerung verringert sowie Falschinformationen entgegengewirkt werden.

Wichtige Beschlüsse und Informationen für die Dentalbranche

Aus dem Treffen vom 17. März zwischen der KZVB und weiteren Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) mit der BZÄK gehen wichtige Informationen für die Dentalbranche hervor. Diese wurden vom Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V. (BDIZ EDI) veröffentlicht:

Aufgrund der Corona-Epidemie hat die Bundesregierung Regeln zu sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich herausgegeben. Diese sollen bis auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Nicht erfasst davon sind Einrichtungen des Gesundheitswesens – zu diesen zählen auch Zahnarztpraxen. So sollen sie für die Versorgung der Bevölkerung geöffnet bleiben und der Praxisbetrieb aufrechterhalten werden.

Schützende Maßnahmen für die Praxen

Für Zahnarztpraxen und Kliniken gilt es gerade aufgrund dieser Beschlüsse, (zusätzliche) Hygienemaßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Infektionsverbreitung durch Coronaviren verstärkt umzusetzen.  Entsprechende Vorgaben sind laut der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein in folgenden Dokumenten festgehalten:

 

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt allerdings keine erhöhten Hygieneanforderungen an die Behandlung symptomloser Patienten: Aus Sicht des RKI sind ein normaler Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel für alle Behandlungen ausreichend. Sollte jedoch bei einem Patienten ein Infektionsverdacht bestehen, ist der Zahnarzt nicht zur Behandlung verpflichtet. Die Versorgung soll dann laut BZÄK über dafür speziell benannte Kliniken als zahnmedizinische Behandlungszentren organisiert werden.

Außerdem wird empfohlen, verschiebbare Behandlungen wie Routine-Untersuchungen, während der Schließung von Schulen und Kitas bis zum 20. April, nicht durchzuführen und auch sonst solche Patientenkontakte auf das Mindestmaß zu reduzieren.

Praxisschließungen und Quarantäne

Alle Maßnahmen der Bundesregierung und Länder haben das Ziel, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und das Infektionsrisiko zu minimieren. Praxisschließungen sind nur dann zu vertreten, wenn Desinfektionsmittel oder die vom RKI vorgeschriebene Schutzausrüstung nicht mehr vorhanden sind. Nach Aussage des Präsidenten der BZÄK, Dr. Peter Engel, sowie des Vorsitzenden der KZBV, Dr. Wolfgang Esser, seien jedoch Lieferungen der so dringend benötigten Hygieneartikel und Schutzausrüstungen in der nächsten Woche zu erwarten. Sollte es dennoch aus diesen Gründen bis dahin zu einer Schließung kommen, bleibt der Zahnarzt verpflichtet, eine Vertretung sicherzustellen. In diesem Fall ist aktuell keine finanzielle Entschädigung durch Bund oder Land vorgesehen.

Im Falle einer Praxisschließung bedingt durch eine untersagte Tätigkeit oder Quarantäne, stehen Praxisinhabern und ihren Angestellten laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) jedoch Entschädigungen zu. Wann die Voraussetzungen hierfür gegeben sind und an welche zuständigen Behörden sich Zahnärzte wenden können, fasst die KBV zusammen.

Das Kabinett hat außerdem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Formulierungshilfen für Gesetzesentwürfe beschlossen, um das Gesundheitswesen bei der Bewältigung der aktuellen Corona-Situation zu unterstützen. So sollen unter anderem mit dem „COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz“ die wirtschaftlichen Folgen für Krankenhäuser sowie Vertragsärzte – also auch Zahnärzte – aufgefangen werden.

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Quellen und Informationsseiten:

Adp (2020): Corona-Epidemie: Kammern und KZVen reden Klartext.

Bundeszahnärztekammer (2020): Sars-CoV-2/Covid 19.

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (2020): Coronavirus – Informationen für Praxen.

Kassenzahärztliche Vereinigung Nordrhein (2020): Coronavirus.

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2020): Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland. Pressemitteilung 96/2020.

Quintessence News (2020): KZBV und BZÄK schalten Infoseiten zum Coronavirus – laufend aktualisierte Infos.

Springer Medizin (2020): Neue Informationen für Zahnarztpraxen zu Corona.

ZWP (2020): Praxisschließung wegen COVID-19: Anspruch auf Entschädigung.

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